Menschen an einem Informationsstand auf einem Außenevent. Eine Person im Vordergrund spricht gestikulierend mit einer weiteren Person an einem Tisch mit Flyern. Im Hintergrund stehen Zelte mit der Aufschrift „Caritas“. Rechts: Zwei Personen stehen in übergroßen Gummistiefeln auf einem Podest mit der Beschriftung „Zusammen geht was. Caritas verbindet Generationen“.Regen zum Auftakt, Sonne in den Gesprächen: Beim Katholikentag in Würzburg erlebten Engagierte der Vinzentinischen Familie drei intensive Tage voller Austausch, überraschender Begegnungen und gelebter Solidarität – mitten unter den Menschen.

Malerisch gelegen am Main, zwischen Weinbergen und barocker Architektur, präsentierte sich Würzburg Mitte Mai von seiner lebendigen Seite. Vom 14. bis 16. Mai 2026 kamen Tausende Katholik*innen aus ganz Deutschland in die unterfränkische Residenzstadt, um unter dem Leitwort „Hab Mut, steh auf!“ gemeinsam Gottesdienst zu feiern, zu diskutieren, zuzuhören und sich zu begegnen.

Mitten im Geschehen war auch die Vinzentinische Familie vertreten. Am gemeinsamen Stand präsentierten Greta Köster, Iris Peters, Sabine Bierhoff (Ehrenamtliche der Caritas-Konferenzen im Erzbistum Paderborn, CKD), Simone Köster (AIC‑Delegierte) sowie weitere Engagierte die AIC -Association Internationale des Charités, die internationale Dachorganisation – und gaben Einblicke in die vielfältige Arbeit vor Ort. Große Hilfen in der Vorbereitung waren Wolfgang Möser (CKD), Sabrina Groppe (Vinzenz-Konferenzen) und Charlotte Köster, die eigens ein Porträt von Vinzenz von Paul mit Elementen des CKD-Logos malte.

Tolle Atmosphäre und viel Optimismus in Würzburg

Fünf Personen stehen in einem Zelt an einem Infostand und blicken in die Kamera. Auf einem Tisch liegen Flyer und Materialien. In der Mitte steht ein gerahmtes Porträt. Rote Girlanden hängen als Dekoration im Hintergrund.„Es war eine klasse Atmosphäre“, berichtet Matthias Krieg, Geschäftsführer der Vinzenz‑Konferenzen. „Zwar begann der Katholikentag verregnet, aber die Stimmung war von Anfang an gut. Dieser Optimismus hat die Tage hindurchgetragen.“

Viele Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit zum Gespräch. „Oft mussten wir erst einmal erklären, was CKD oder AIC überhaupt sind“, erinnert sich Sabine Bierhoff. „Als ich dann von unseren Zahlen und unserem Engagement im Erzbistum erzählte, fragte mich eine Person, ob ich gerade vom bundesweiten Einsatz spreche.“

Andere Gäste, wie Erzbischof Bentz, Weihbischof Holtkotte, Caritas-Diözesandirektor Ralf Nolte oder CKD‑Bundesgeschäftsführerin Susanne Schattschneider, kannten die Arbeit der Verbände bestens. Für Greta Köster, die zum ersten Mal an einem Katholikentag teilnahm, war besonders die Standarbeit prägend: „Man hat Menschen immer wieder getroffen, es entstanden schöne Gespräche – der Stand kam sehr gut an.“

Aktive Angebote luden zum Mitmachen ein

Person steht an einem Infostand im Freien und greift in eine Box mit der Aufschrift „AIC Vinzenz-Konferenz“. Die Box steht auf gestapelten Würfeln mit Logo. Auf einem Tisch liegen Karten, im Hintergrund sind Bäume und ein Zelt zu sehen. Ein besonderer Anziehungspunkt waren die Fühlkisten, die Mutsprüche, die Brillentücher mit der Aufschrift „Mut hinzuschauen“ sowie die Beteiligung an der Standrallye „Gemeinsam für mehr genug“. „Diese kleinen, niedrigschwelligen Angebote haben viele Menschen neugierig gemacht“, ergänzt Simone Köster.

Auch die Eindrücke jenseits des eigenen Standes hinterließen Spuren: Etwa der Besuch einer begehbaren Gefängniszelle am Stand der Gefängnisseelsorge, der die bedrückende Realität von Haft erfahrbar machte. Oder die Installation am Bahnhof, die mit Koffern und Rucksäcken eindrücklich an die Deportationen jüdischer Menschen im Nationalsozialismus erinnerte. Begegnungen mit Bundespräsident Frank‑Walter Steinmeier, Gespräche mit den Kapuzinern, die jungen Menschen Mut zu frühen Lebensentscheidungen zusprachen und die vielfältigen Präsentationen anderer Bistümer und Verbände zeigten die Kirche in all ihrer Vielfalt.

Die Vinzentinerinnen befanden sich in guter Nachbarschaft, etwa mit dem Deutschen Caritasverband, dem Müttergenesungswerk, dem Erzbistum Paderborn, Misereor und vielen weiteren Organisationen. Hier wurde deutlich: Die Vinzentinische Familie gehört zusammen und ist eingebunden in ein lebendiges Miteinander unterschiedlicher Akteure in Kirche und Gesellschaft.

So vergingen die drei intensiven und inspirierenden Tage wie im Flug. Würzburg, reich an Historie, Kultur und Persönlichkeiten, kann ein weiteres Kapitel lebendiger kirchlicher Gemeinschaft zu seiner Stadtgeschichte hinzufügen.

P.S.: Danke an die Caritas-Konferenzen im Erzbistum Paderborn für die Unterstützung mit Artikel und Bildern.