„Die Liebe ist erfinderisch bis ins Unendliche.“  (Vinzenz von Paul)
Und vielleicht gilt das auch für alles, was wächst.

Wenn ich die Tür meines Gewächshauses öffne, trete ich in einen Raum, der im Moment noch still ist. Noch wächst dort nichts. Es steht noch nicht lange – und doch fühlt es sich gut an. Voller Ideen.

„Gehen wir Schritt für Schritt voran; Gott verlangt nicht mehr von uns.“  (Vinzenz von Paul)
Ein schöner Gedanke. Wachsen geschieht nicht auf einmal. Es braucht Zeit, Geduld und Vertrauen.

Mein Vater sagte immer: „Geduld, Mädchen.“
Und manchmal auch einen für unsere Region gängigen Satz, der mir bis heute im Ohr geblieben ist: „Geduld steht zwischen Rothe und Tietelsen.“

Hat mich immer ein wenig aufgeregt, wenn er das sagte – wollte ich doch schnell weiter machen, war ungeduldig. Und ehrlich gesagt fehlt mir Geduld auch heute noch. Aber gerade hier merke ich, wie sehr ich sie brauche.

Ich freue mich auf den Moment, wenn Leben einzieht. Darauf, jeden Tag ein Stück dieses Wunders zu sehen – und auf das, was daraus einmal entstehen wird.

Manche Türen öffne ich für Wunder. Für Leben. Für kleine Geschenke, die aus Geduld und Pflege entstehen. Schritt für Schritt.