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Gründer 2017-07-14T09:08:59+00:00

Vinzenz von Paul

Vinzenz von Paul wurde am 24. April 1581 als drittes von insgesamt acht Kindern eines armen Bauern in Pouy in Südfrankreich geboren. Trotz seiner Herkunft gelang es ihm, Theologie zu studieren und bereits 1600 wurde er zum Priester geweiht.

Vinzenz betätigte sich nach zweijähriger Gefangenschaft in nordafrikanischer Sklaverei als Almosenpfleger, schließlich als Hauslehrer bei der Familie des Galeerengener als de Gondi in Paris. Hier begann seine eigentliche missionarische Tätigkeit und die Gründung des ersten Caritasvereins durch die Confrérie des Dames de la Charité, einer Vereinigung von Bürgersfrauen zur Betreuung armer und alleinstehender Kranker. 1625 entstand eine eigene Gemeinschaft zur Missionierung des armen Landvolkes, die 1633 vom Papst anerkannt wurde und aus der die Lazaristen hervorgingen. Immer mehr Vereinigungen wurden ins Leben gerufen. Gemeinsam mit Louise von Marillac gründete Vinzenz von Paul die Genossenschaft der Barmherzigen Schwestern, der Vinzentinerinnen. Nächstes Arbeitsgebiet war die Reform des Klerus, die geistige Erneuerung der Priester durch regelmäßige Weiheexerzitien. Eine Fülle weiterer Aktivitäten ließ Vinzenz von Paul nicht ruhen. Er starb am 27. September 1660. 1729 wurde er selig- und 1737 heiliggesprochen.

Frederic Ozanam

Frédéric entstammt einer Familie aus Lyon und wurde 1813 in Mailand geboren. Sehr jung kommt er zum Studium nach Paris. Er besteht das Agrégation-Examen als Bester und wählt die Lehrerlaufbahn als Professor für ausländische Literatur an der Sorbonne, wobei er Wissenschaft und Glauben in Einklang bringen möchte.

Mit 20 Jahren möchte er seinen Glauben anders bekräftigen, als nur in Wort und Schrift. Mit einigen jungen Freunden beschließt er, seinen Glauben bei den Benachteiligten in die Tat umzusetzen. Diese jungen Menschen begegnen Schwester Rosalie Rendu, die sie bei ihren Besuchen bei den Armen des Stadtviertels Mouffetard leitet. In den Augen der jungen Studenten hat die persönliche Beziehung Vorrang, der Wunsch, die Einsamkeit und Isolation zu verhindern, das Knüpfen menschlicher Beziehungen… Dieses Projekt wird dem Patronat des Vinzenz von Paul unterstellt und begründet die „Vinzenz-Konferenzen“.

1841 heiratet er Amélie Soulacroix und wird 1845 glücklicher Vater einer kleinen Tochter, Marie. Sowohl innerhalb der Universität als auch durch seine Schriften erweist sich Frédéric als glühender und mutiger Verfechter der Religion, der Wahrheit und der Gerechtigkeit, indem er Partei für die Armen, die Schwachen und die Unterdrückten ergreift. Sein Wahlprogramm aus dem Jahre 1848 zeugt von seiner großzügigen und politischen Intuition und seinem wagemutigen sozialen Engagement. Er stirbt bereits früh im Jahre 1853, im Alter von 40 Jahren und hinterlässt als geistiges Erbe die „Konferenz des heiligen Vinzenz von Paul“, seinen Kampf für das Apostolat der Laien und die Gedanken, die die wichtige Enzyklika des sozialen Katholizismus „Rerum novarum“ (Leo XIII., 1891) inspirieren. Seine internationale Ausstrahlung, immer im Bild des Zusammenspiels von Jugend und Nächstenliebe, entschied die Eröffnung seines Seligsprechungsprozesses im Jahre 1925. Papst Johannes Paul II. verkündete ihn am 6. Juli 1993 als ehrwürdigen Diener Gottes. Am 22. Juni 1995 erkannte der Vatikan die Heilung eines Jungen in Brasilien als Wunder an und sprach ihn im Jahre 1997 selig.